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17.11.2018 : 2:20

Wie alles begann

Hermann Heinrich Grafe
Hermann Heinrich Grafe, Gründer der Freie evangelischen Gemeinde

Ursprünglicher Gründer der Freie Evangelischen Gemeinde in Deutschland war der Kaufmann Hermann Heinrich Grafe, durch den 1854 in Wuppertal-Elberfeld-Barmen, die erste FEG entstand. Angeregt dazu wurde er durch die Freie Evangelische Gemeinde in Lyon (Frankreich) die bereits zwischen 1841 und 1842 entstanden war.
1874 wurde aus 22 "Abendmahlsgemeinschaften", mit zum Teil reformierten Einfluß, der Bund der Freien Evangelischenen Gemeinde gegründet.
Seit 1887 gibt es den Bundes-Verlag Witten, seit 1896 das Diakoniewerk "Bethanien", seit 1904 die Inlandmission, seit 1912 das Theologische Seminar und seit 1937 das Gemeinde-Diakoniewerk "Stiftung Elim" in Hamburg. Außerdem entstanden 1960 das Bundeshaus Witten, 1980 die Ausländer- und Flüchtlingsarbeit sowie 1990 die Wiedervereinigung der seit 1951 selbständig arbeitenden Bünde in Ost- und Westdeutschland und dem Auslandshilfswerk.

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Die Gemeindegeschichte der FEG Schlüchtern

Logo des FEG-Bunds

1893: Die Neukirchner Mission verkündigt das Evangelium im Raum Weicherbach. Es entstehen Hauskreise von Gläubigen, die 1933 zur Gründung der Freien Evangelischen Gemeinde Weichersbach (heute Sinntal-Weichersbach) führen. 1926 entsteht ein Hauskreis in Schlüchtern, der von den Weichersbachern Gemeindepredigern betreut wird. Von 1964 bis 1967 finden Zeltmissionen des Bundes Freier Evangelischer Gemeinden statt bis der Gemeindekreis 1972 für Veranstaltungen einen Raum in der Kreisberufsschule Schlüchtern erhält.
1977 wird dann die Freie Evangelische Gemeinde mit 25 Mitgliedern gegründet. Zwischen 1979 -1981 wird das Gemeindehaus in der Elmer Landstraße in Schlüchtern gebaut, das 1982 offiziell eingeweiht wird.
Seitdem ist die FEG Schlüchtern, die im Februar 2007 ihr 30 Jubiläum feierte, ein Angebot für alle Menschen, die nach dem Sinn des Lebens fragen, nach dem Evangelium von Jesus Christus leben möchten und ein geistliches Zuhause suchen.

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Die Freie evangelische Gemeinde Schlüchtern - auf einen Blick

Gottesdienst:
Gemeinde ereignet sich dort, wo jung und alt, klein und groß, arm und reich gemeinsam Gott loben und die Gemeinschaft miteinander feiern, die Jesus ins Leben gerufen hat. Diesem Zweck dienen z.B. auch unsere Familiengottesdienste. Durch Spiel, Lied, Botschaft und das Miteinander-Freuen an unserem Schöpfer und Erretter werden wir für den Alltag gestärkt und erleben Gemeinde als Familie. Ein Mittagessen nach dem Familiengottesdienst sorgt dann für viele gute Begegnungen untereinander, die weit über die gottesdienstliche Zeit hinaus reichen.

Taufe:
Wenn ein Mensch sich bewusst dafür entschieden hat, ein Leben mit Jesus Christus zu führen, wird er in Gottes Familie aufgenommen. Er darf sich dann "Kind Gottes" nennen. Diese neue Familienzugehörigkeit muss nach außen dokumentiert werden. Genau das geschieht in der Taufe: Sie ist eine öffentliche Dokumentierung und Zusage der Kindschaft Gottes. In unserer Gemeinde werden daher nur solche Menschen getauft, die sich freiwillig dazu entschieden haben, Jesus Christus zu folgen und dies auch im Alltag leben möchten. Voraussetzung zur Taufe ist also der persönliche Glaube.

Gemeindeaufnahme:

Wenn ein Mensch sich bewusst dafür entschieden hat, ein Leben mit Jesus Christus zu führen, wird er in Gottes Familie aufgenommen. Er darf sich dann "Kind Gottes" nennen (vgl. Taufe). Langsam, sozusagen Schritt für Schritt, darf er sich in diesem neuen Leben mit Jesus vortasten, wie ein kleines Baby, das seinen Weg in die Umwelt sucht und ertastet. Weil Gemeinde eine Abbildung der großen Familie Gottes darstellt, können und möchten wir bei diesem Prozess helfend zur Seite stehen. Jeder, der Jesus angehört, ist folglich als neues Mitglied auch herzlich willkommen und kann einen Gemeinde-Aufnahmeantrag stellen.

Biblischer Unterricht:
Teenager im Alter zwischen 12 bis 14 Jahren lernen im so genannten "Biblischen Unterricht" die Bibel mit ihren vielfältigen Lebensthemen kennen. Gott als den Schöpfer, Jesus Christus als den Erretter und den Heiligen Geist als unseren Tröster kennen zu lernen, bildet dabei einen wesentlichen Schwerpunkt. Viele moderne Hilfsmaterialen stehen dabei zur Verfügung: Panoramenbilder, bunte Arbeitsblätter, Spiele, Lieder usw. Da der Biblische Unterricht theologisch keine Konfirmation darstellt, also nicht eine "Taufe" festmachen möchte, ist er für alle Teenager aus Landes- und Freikirchen offen. Er endet mit einem Fest zur Absolvierung, das am Ende des zweijährigen Programms steht.

Kreisratstreffen:
Der Bund Freier evangelischer Gemeinden ist auch auf Kreisebene organisiert. Die Kreisebene entspricht dabei nicht den politischen Landesgrenzen, sodass es mehrere Kreise innerhalb eines politischen Landes geben kann. Die FeG-Schlüchtern befindet sich im östlichen Teil des "Rhein-Main-Kreises". Die Gemeinden innerhalb eines Kreises entsenden nach einem bestimmten Schlüssel Abgeordnete in den Kreisrat. Dort, im Kreisrat, geschieht die Koordination, Unterstützung, Beratung sowie Finanzierung vieler Projekte auf Kreisebene, z.B. der Kreis-Kinderarbeit, Jugendarbeit oder Seniorenarbeit usw.

Gemeindeleitung:
Die FeG-Schlüchtern hat einen Leitungskreis, der aus vier Gemeindemitgliedern plus den Pastor der Gemeinde besteht. Glieder dieses Leitungskreises werden nach der biblischen Beschreibung als "Älteste" bezeichnet, was weniger ein Ausdruck für ihr Alter sein soll, als vielmehr mit ihrer Vorbild- und Autoritätsfunktion zu tun hat. Die Gemeindeleitung trifft sich in der Regel ein mal im Monat, um seelsorgerliche als auch organisatorische Belange der Gemeinde im Gebet vor Gott zu bewegen und daraufhin zu entscheiden. Alle zwei Jahre stellen sich zwei Leitungsmitglieder zu Wahl.

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Wie wir Gemeinde heute erleben

Logo der Oikoumene

Unsere Kontakte in Schlüchtern und Umgebung (Ökumenischer Arbeitskreis Schlüchtern)

Die Freie evangelische Gemeinde Schlüchtern ist bereits lange Jahre aktiv im ökumenischen Arbeitskreis in Schlüchtern tätig.
Zusammen mit den anderen Landeskirchen katholischer und evangelischer Prägung sowie mit der Freikirche der Adventgemeinde teilen wir die Grundlage, die in der Satzung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland e.V. folgendermaßen formuliert ist (§1, 1.2):
"Sie bekennen den Herrn Jesus Christus gemäß der Heiligen Schrift als Gott und Heiland und trachten darum, gemeinsam zu erfüllen, wozu sie berufen sind, zur Ehre Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes."
Konkretisiert wird diese gemeinsame Grundlage zum Beispiel in der alljährlichen ökumenischen Kinderbibelwoche, in ökumenischen Bibelabenden, gemeinsamen Themenveranstaltungen oder auch bei gemeinsamen Gottesdiensten, Gemeindefesten usw.
Dieses Miteinander dient uns dabei zur "gegenseitige[n] Information, Beratung, Zusammenarbeit im gemeinsamen Zeugnis, Dienst und Gebet" (§2, 2.1) sowie zur "Föderung des theologischen Gesprächs mit dem Ziel der Klärung und Verständigung" (§2, 2.4) und bereichert somit die christliche Landschaft Schlüchterns.

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Freikirchen im Kinzigtal

Logo der Freikirchen im Kinzigtal

Im Kinzigtal sind wir als Freie evangelische Gemeinde Schlüchtern nicht die einzige Freikirche. Folgt man dem Verlauf der Kinzig, so stößt man auf ganz unterschiedliche Freikirchen: Neben unseren Freien evangelischen Gemeinden (Sinntal-Weichersbach, Schlüchtern) gibt es Adventgemeinden (Schlüchtern, Gelnhausen), Baptisten (Steinau, Meerholz), Freie Christengemeinden (Steinau, Hanau), Methodisten (Großenhausen, Rothenbergen) sowie Nazarener (Gelnhausen).
Um in der Öffentlichkeit besser wahrgenommen zu werden, haben wir uns als Freikirchen zur Initiative "Freikirchen im Kinzigtal" zusammengeschlossen. Uns verbindet vor allem die Betonung einer Notwendigkeit, sich persönlich für den Glauben an Jesus Christus entscheiden zu müssen, was dann im Leben des einzelnen sichtbar werden soll.
Durch gemeinsame Aktionen, wie zum Beispiel der kostenlosen Wasservergabe bei dem Radler-Sonntag "Kinzigtal total" oder durch regelmäßige Gebetstreffen für das Kinzigtal, wollen wir Menschen zu einem Leben mit Jesus ermutigen.

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